Flashmob „Glyphosat“

Veröffentlicht: 14. Mai 2016 von Kurt Walser in Glyphosat
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In diesem Flashmob haben unter Leitung des Choreographen Erich Zualli (ATTAC) einige AtivistInnen das Sterben der Pflanzen durch Glyphosat spielerisch dargestellt. Musik: Vivaldi (Vier Jahreszeiten) und Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod)

 

Die RoundUp Ready Technologie und ihre Auswirkungen

Veröffentlicht: 12. Mai 2016 von Kurt Walser in Gentechnik
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Die Wundertechnologie – GVO

Dr. Thierry Vrain ist ein Wissenschaftler, der viele Jahre für die Agrochemie gentechnisch veränderte Organismen untersucht hat. Sein Auftrag lautete die Unbedenklichkeit der Technologie durch Studien zu belegen. In den Anfängen hatte niemand bedenken, dass mit den GMO’s größere Probleme auftauchen könnten. Ganz im Gegenteil. Die Wissenschaftler, inklusive Dr. Vrain, waren durchwegs begeistert von den Möglichkeiten, die sich ihnen boten. Zu dieser Zeit war man sich sicher eine Wundertechnologie entwickelt zu haben. Alles schien möglich. Die Erträge in der Landwirtschaft zu steigern, Unkrautmanagement mit einem ungiftigen Totalherbizid in den Griff zu bekommen, Schädlingsbekämpfung ohne Spritzmittel zu bewerkstelligen, weil die gentechnisch veränderte Pflanze selbst das Pestizide herstellt und last but not least die Massenproduktion in der Landwirtschaft mit großer Arbeitserleichterung und mehr Gewinne für die Farmer, was die höheren Kosten beim Einkauf rechtfertigte.

Als Dr. Vrain vor über 10 Jahren in Pension ging, fing er mit seiner Frau an eine kleine Biofarm zu bewirtschaften. Da er nicht mehr finanziell von seinen Arbeitgebern abhängig war, konnte er sich aussuchen, welche Studien er las und womit er sich beschäftigte. Er widmete sich den Studien der gegnerischen Seite, die sich kritisch und ablehnend gegenüber der Technologie verhielt. Ihn interessierte, wie die GegnerInnen von GMO’s argumentierten und vor allem, auf welche Studien sie ihre Argumentation stützten. Mit der Zeit fing er an immer mehr an seiner bisherigen Arbeit zu zweifeln. Irgendwie schienen da doch einige Ungereimtheiten zu sein. Dr. Vrain vertiefte seine Studien und kam zu dem Schluss, dass die GegnerInnen Recht hatten. Er verglich über 100 veröffentlichte Studien. Keine dieser Studien hat er selbst erstellt. Das musste er auch nicht, denn das Datenmaterial war bereits vorhanden. Dabei verfestigte sich sein Entschluss an die Öffentlichkeit zu gehen und einiges richtig zu stellen. Heute ist sich Dr. Vrain sicher, dass RoundUp zum Hauptschadstoff (1) in den USA und Kanada geworden ist, der antibiotisch ist, das unser Mikrobiom beeinflusst, die CYP Enzyme beeinträchtigt und Lebensmittel entmineralisiert.

Zum Folgenden Text

Folgender Text ist in weiten Teilen die Übersetzung eines öffentlichen Briefes Dr. Thierry Vrains an den kanadischen Gesundheitsminister Rona Ambrose, als wissenschaftlicher Beleg und Entscheidungshilfe sich für eine Etikettierung von gentechnisch veränderten Produkten einzusetzen. Dr. Vrain hat diesen Text online auf Facebook gestellt und ist für alle einsichtig. Sich mit solchen Texten auseinanderzusetzen wäre m.E. die Pflicht aller PolitikerInnen, die über die Zulassung von Glyphosat, gentechnisch veränderten Lebensmitteln und die die Ausbringung von gentechnisch verändertem Saatgut abstimmen. Speziell vor dem Hintergrund, dass die Vorarlberger Landesgregierung momentan das „Gesetz
zum Schutz vor invasiven gebietsfremden Arten und gentechnisch veränderten Organismen – Sammelnovelle“ (Regierungsvorlage: 35. Beilage im Jahre 2016 zu den Sitzungsberichten des XXX. Vorarlberger Landtages Beilage 35/2016 – Teil A: Gesetzestext).

Zu finden ist die Regierungsvorlageunter: zu finden unter:

http://www.vorarlberg.at/landtag/landtag/recherche/recherche.htm im Suchfeld eingeben: Beilage 35/2016

Der Brief

Vom Entkalkungsmittel zum Totalherbizid

Das Molekül Glyphosat ist der aktive Bestandteil von RoundUp und wurde 1960 von Stauffer Chemicals zur Reinigung von industriellen Boilern und Rohrleitungen entwickelt und 1964 von ihnen als ein sehr starkes Entkalkungsmittel patentiert. Es bindet an ein enorm breites Spektrum von Metallatomen an (2). Relativ schnell erkannte man, dass das Resultat der Entkalkung, die Lösung, alle Pflanzen vernichtet, wenn man es in der Natur entsorgte. Als Monsanto davon erfuhr, erkannten sie darin sofort die große Chance der weltweiten Vermarktung als Herbizid. Der Markt dafür ist um vieles größer als für die Entkalkung von Industrieanlagen. Monsanto kaufte das Molekül, patentierte es 1969 neu als Herbizid, und brachte es 1974 in den Handel (3). Inzwischen ist Glyphosat das meist verkaufte chemische Produkt für die Landwirtschaft in Nord- und Südamerika wo „RoundUp Ready Saatgut“ verwendet wird, das durch Gentechnik resistent gegen Glyphosat gemacht wurde. Es erleichtert das Leben der Landwirte indem es ihnen ein billigeres und einfacheres Unkrautmanagement ermöglicht. Dafür akzeptieren sie höhere Kosten im Einkauf, manche enttäuschende Ernte und eine schnell wachsende Anzahl resistenter Unkrautsorten, die als „Superunkraut“ bezeichnet werden (4).

Funktionsweise von Glyphosat als Herbizid

Das Herbizid RoundUp hatte eine komplett neue Chemie. Es bindet an ein Proteinenzym im Chloroplast an. Enzyme sind Metallproteine. Bakterien, Pflanzen und Pilze haben ein Metallprotein mit dem Namen EPSPS (5-Enol Pyruvyl Shikimate-3 Phosphate Synthase), um Bausteine für Proteine herzustellen, die aromatische Aminosäuren genannt werden. Diese Moleküle sind wieder Bausteine für viele aromatische Proteine, genannt sekundäre Verbindungen. Glyphosat bindet so stark am Manganatom im Zentrum der EPSPS an, dass es seine Aufgabe, aromatischen Aminosäuren zu produzieren, nicht mehr erfüllen kann. Das Ergebnis ist klar und logisch erklärbar: Keine Proteinsynthese bedeutet kein Stoffwechsel und damit der Tod für Pflanzen, Pilze und Bakterien.

Unbedenklichkeit von Glyphosat beruht auf Fehlannahmen

Glyphosat wurde 1974 deshalb als unbedenklich für Menschen bezeichnet und registriert, weil Tiere keinen Shikimatweg (Stoffwechselweg) haben und weil es bestimmt war Pflanzen zu vernichten. Glyphosat ist nicht akut toxisch, weshalb damals niemand daran dachte nach chronischen Effekten zu suchen. Wer die chemischen Eigenschaften betrachtet, müsste jedoch chronische Langzeiteffekte ähnlich Rachitis, Skorbut oder Beriberi wegen andauerndem Nährstoffmangel annehmen. Die Studien über Tierfütterung beinhalten keine Untersuchung der Sicherheit von Glyphosat. In keiner wird Glyhosat auch nur erwähnt. In den letzten Jahren haben aber einige unabhängige Studien die Auswirkungen von Glyphosat auf verschiedene Enzyme und Organe von Tieren und von menschlichen Zellen aufgezeigt.

Extremer Anstieg der Verwendung von RR-Saatgut und Glyphosat

Die ersten RoundUp Ready (RR) Pflanzen wurden 1996 vermarktet und Farmer haben enthusiastisch weitere neu entwickelte Sorten angenommen, die auf den Markt kamen. Speziell in Nord- und Südamerika. Heute sind fast 2 Mio. km2 (500 Mio. Morgen) Soja, Getreide, Baumwolle, Weiße Rüben und Rübenzucker gentechnisch verändert, damit sie mit Roundup besprüht werden können. 40% aller RR Pflanzen und Früchte wachsen in den USA, der große Rest davon in Brasilien, Argentinien, Kanada und ein paar anderen Staaten. Diese Ernten werden jährlich mit nahezu 900.000 Tonnen Glyphosat bespritzt. Das Glyphosat kommt über die Futtermittel in den Nahrungskreislauf so dass die amerikanische Umweltbehörde EPA die Grenzwerte für Glyphosat bereits erhöhen musste (5).

Glyhosat – auch ein Breitbandantibiotika

Glyphosat wurde von Monsanto auch als ein kraftvolles Breitbandantibiotika patentiert (6). Die Methode zur Vernichtung von Bakterien wird wie beim Herbizidpatent als sehr selektiv angeben. Das Glyphosatmolekül soll die Funktion des Shikimatweges in den Bakterien in der gleichen Weise wie in den Pflanzen beeinträchtigen. Nur ein Enzym, das zur Bildung von Chorismat, der Vorstufe der drei essentiellen aromatischen Aminosäuren, Tryptophan, Tyrosan und Phenylalanin führt, soll im Shikimatweg (Stoffwechselweg) gestört werden. Das Antibiotika-Patent von Glyphosat beschreibt seine Effektivität Bakterien zu vernichten mit 1 ppm. Dieses Ergebnis wurde in Deutschland bestätigt (7). Warum kleine Gaben von Antibiotika keine gute Idee sind, beschreibt Dr. Vrain oft, indem er das jüngste Interesse der Medizin an einem großen Verbundforschungsprojekt, in das viele Universitäten eigebunden waren, beschreibt.

Das Mikrobiom des Menschen

Das Projekt, die große Gemeinschaft tausender Arten von Bakterien im menschlichen Verdauungstrakt zu entziffern, das Mikrobiom, ist in seinem Umfang das Äquivalent zum menschlichen Genomprojekt. 100 Billionen bakterielle Zellen besiedeln unseren Darmtrakt. Sie senden sich gegenseitig ununterbrochen signalgebende Moleküle, genauso wie an alle menschlichen Organe, speziell ans Gehirn. Alle Tiere sind von der Symbiose dieser Zellen abhängig, das gleiche gilt für die Menschen. Sie unterrichten unser Immunsystem, sie produzieren die Neurotransmitter für unser Gehirn und haben eine starke Verbindung zum Herz und dem ganzen Verdauungstrakt. Sie füttern uns buchstäblich mit allen Molekülen, die wir benötigen. Man nennt sie essentiell, so wie Vitamine und Ähnliches. Sie verdauen und recyceln den Großteil unserer Nahrung. Menschliche Organe sind für eine normale Funktion von molekularen Signalen abhängig. Und so wie es dem Mikrobiom geht, so geht es dem Mensch. Ein kürzlich erschienener Bericht über medizinische Literatur, die sich mit Zöliakie und anderen Krankheiten beschäftigt, zeigt die Verbindung zu einem gestörten Mikrobiom, das vollkommen mit den antibiotischen Eigenschaften von Glyphosat erklärt werden konnte (8).

Keine Studien für Grenzwerte

In Kanada gibt es keine offiziellen Daten für Glyphosatrückstände in Lebensmittel oder Wasser – nie wurden epidemiologische Studien erstellt. Alles was es gibt sind legale Maximalwerte für Glyphosat in RR Lebensmittel, Getreide 30ppm, Tierfutter 100 ppm, Sojabohnen 120 ppm und alles andere irgendwo dazwischen (5). Ein neugieriger Geist wird jetzt fragen, warum so hohe Glyphosatgrenzwerte für Getreide, wenn keines davon gentechnisch verändert wurde, um mit RoundUp bespritzt zu werden. Die Antwort: RoundUp wird auf viele nicht gentechnisch veränderte Pflanzen gespritzt, um sie kurz vor der Ernte zu töten. Dadurch reifen und trocknen sie schneller, was die Ernte leichter und billiger macht. Das Herbizid RoundUp wurde die letzten 10 Jahre auch als Trocknungsmittel verwendet.

Glyphosat schuld am Anstieg chronischer Erkrankungen

Es besteht eine direkte Toxizität für tierische Zellen, weil Glyphosat wahllos an Metalle anbindet und zwar nicht nur an Pflanzenzellen. Es bindet überall an Metalle an in Lösungen an und an Metall-Co-Faktoren im Zentrum von Metallproteinen an. Z. B. bindet es an das Eisenatom im Zentrum einer großen Familie von Proteinenzymen, den CYP. Es gibt 57 verschiedene CYP Enzyme im menschlichen Körper und wahrscheinlich 20.000 in Tier, Pflanzen, Bakterien und Pilzen. Sie sind Oxidatoren und die erste Abwehr der Verdauung und Entgiftung der meisten Substrate. David Nelson schreibt in einem Bericht über CYP Enzyme: „Die CYP Enzyme von Menschen sind essentiell für ein normales Zusammenwirken aller physikalischen und biochemischen Prozesse im menschlichen Körper. Fehler einiger dieser Enzyme verursachen ernste Krankheiten“ (9). Samsel und Senfen veröffentlichten einen Bericht über die Auswirkungen von Glyphosat auf die CYP Enzyme und das Mikrobiom. Sie gehen davon aus, dass die vom Glyphosat bewirkte Unterdrückung der CYP Enzyme und sein antibiotischer Effekt auf das menschliche Mikrobiom an der Entstehung von vielen chronisch degenerativen, entzündlichen Krankheiten beteiligt sind, die sich seit dem Aufkommen der RoundUp-Technologie zu Epidemien entwickelt haben (10).

Akute Toxizität

Dr. Nancy Saison veröffentlichte ihre statistische Analysen der Kontroll-Statistik des Zentrums für Krankheit und der Statistik des US-Departements für Landwirtschaft über die Ausbringung von RR Soja und Mais. Sie stellte einen starken Zusammenhang zwischen Glyphosatgrenzwerten und chronischen Krankheiten fest. (11) Medizinische und chemische Studien haben die Auswirkungen von Glyphosat auf viele Metallproteine erklärt. Menschliche Zellstudien haben akute Toxizität (12-15) und Tierstudien haben chronische Toxizität (16-21) gezeigt. Glyphosat bioakkumuliert in Pflanzen und in Tieren, die diese Pflanzen fressen. Es akkumuliert in den Lungen, dem Herz, den Nieren, im Verdauungstrakt, der Leber, der Milz, den Knochen…und chronisch kranke Menschen haben höhere Grenzwerte im Urin als Gesunde (22)

Zusammenfassung

Zusammenfassend zum Ernährungsstand der GMO’s ist zu sagen, dass mit RoundUp Ready bespritzte Früchte und Pflanzen, unabhängig davon, ob sie RR sind oder nicht, Rückstände von Glyphosat aufweisen. Die Lebensmittel, die aus diesen Ernten hergestellt werden sind entleert von Mineralstoffen, die an das Glyphosat gebunden wurden und sie sind chronisch toxisch (23).

In Kanada darf keine Kennzeichnung durchgeführt werden, weil sie auf wissenschaftlichen Untersuchungen beruhen müssen, die Belegen, dass es sich um ein ungesundes Produkt für die kanadische Bevölkerung handelt. Leider gibt es keine offiziellen wissenschaftlichen Untersuchungen, die bestätigen, dass GMO’s ungesund sind. Dr. Vrain hofft, dass der Minister in seinen Ausführungen „genug wissenschaftliche Beweise gefunden hat, um handeln zu können und sich den 60 Ländern der Erde anschließen wird, denen diese Beweise genügt haben, entweder eine Etikettierung, oder ein Gesetz für das Verbot von RoundUp Ready Getreide und das Herbizid RoundUp zu erlassen.

Literaturliste

  1. Battaglin W.A., Meyer M.T., Kuivila K.M., Dietze J.E. 2014. Glyphosate and its degradation product AMPA occur frequently and widely in US soils, surface water, groundwater, and precipitation. J. Amer. Water Res. Assoc. 50, 275-290.
  2. S. Patent 3,160,632 Stauffer Chemicals 1964
  3. US Patent 3,455,675 Monsanto Chemicals 1969
  4. Fernandez-Cornejo J., Wechsler S.J., Livingston M. and Mitchell L. 2014. Genetically Engineered crops in the United States. USDA Economic Research Report No. (ERR-162) 60 pp. http://www.ers.usda.gov/media/1282246/err162.pdf
  5. EPA 2013 MCL (US Environment Protection Agency legal Maximum Contaminant Levels). http://www.epa.gov/ogwdw/pdfs/factsheets/soc/glyphosa.pdf
  6. S. Patent Number 7,771,736 Monsanto Chemicals 2010.
  7. Shehata, A.A., Schrödl, W., Aldin, A.A., Hafez, H.M. and Krüger, M. 2013. The effect of Glyphosate on potential pathogens and beneficial members of poultry microbiota. Curr. Microbiol. 66:350-358.
  8. Samsel, A. and Seneff, S. 2013. Glyphosate, pathways to modern diseases II. Celiac sprue and gluten intolerance. Interdiscip. Toxicol. 6: 159-184
  9. Nelson, D. 2013. A world of cytochrome P450s. Philo. Transac. Royal Soc. London B 368 No 1612.
  10. Samsel, A. and Seneff, S. 2013. Glyphosate’s suppression of cytochrome P450 enzymes and amino acid biosynthesis by the gut microbiome: pathways to modern diseases. Entropy 15: 1416-1463.
  11. http://www.examiner.com/gmo-in-seattle/nancy-swanson
  12. Gasnier, C., Dumont, C., Benachour, N., Clair, E., Chagnon, M.C. and Séralini, G.E. 2009. Glyphosate-based herbicides are toxic and endocrine disruptors in human cell lines. Toxicology 262: 184-191.
  13. Benachour N. and Seralini, G.E. 2009. Glyphosate induces apoptosis in human umbilical, embryonic, and placental cells. Chem. Res. Toxicol. 22: 97-105.
  14. Koller, V.G., Fürhacker, M., Nersesyan, A., Mišík, M., Eisenbauer, M. and Knasmueller, S. 2012. Cytotoxic and DNA-damaging properties of glyphosate and Roundup in human-derived buccal epithelial cells. Arch. Toxicol. 86: 805-813.
  15. Thongprakaisang, S., Thiantanawat, A., Rangkadilok, N., Suriyo, T. and Satayavivad, J. 2013. Glyphosate induces human breast cancer cell growth via estrogen receptors. Food Chem. Toxicol. 59: 129-136.
  16. Senapati ,T., Mukerjee, A.K. and Ghosh, A.R. 2009. Observations on the effect of glyphosate based herbicide on ultrastructure (SEM) and enzymatic activity in different regions of alimentary canal and gill of Channa punctatus (Bloch). J. Crop Weed 5: 236-245.
  17. Paganelli, A., Gnazzo, V., Acosta, H., López, S.L. and Carrasco, A.E. 2010. Glyphosat herbicides produce teratogenic effects on vertebrates by impairing retinoic acid signaling. Chem. Res. Toxicol. 23: 1586-1595.
  18. Vecchio, L., Cisterna, B., Malatesta, M., Martin, T.E. and Biggiogera, M. 2004. Ultrastructural analysis of testes from mice fed on genetically modified soybean. Eur. J. Histochem. 48:448-454.
  19. El-Shamei, Z.S.; Gab-Alla, A.A.; Shatta, A.A.; Moussa, E.A.; Rayan, A.M. 2012. Histopathological changes in some organs of male rats fed on genetically modified corn. J. Am. Sci. 8: 684-696.

20 Séralini, G.E., Clair, E., Mesnage, R., Gress, S., Defarge, N., Malatesta, M., Hennequin, D. and de Vendômois, J.S. 2014. Republished study: Long-term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize. Environ. Sci. Eur. 26:14

21 Clair. E, Mesnage, R., Travert, C. and Séralini, G.É. 2012. A glyphosate-based herbicide induces necrosis and apoptosis in mature rat testicular cells in vitro, and testosterone decrease at lower levels. Toxicol. in Vitro 26: 269-279.

22 Kruger, M., Schledorn, P., Schrodl, W., Hoppe, H.W., Lutz, W. and Shehata, A.A. 2014. Detection of glyphosate residues in animals and humans. Environ. & Anal. Toxicol. 4:2

23 Zobiole, L.H., Kremer, R.J., de Oliveira, R.S. and Constantin, J. 2012. Glyphosate effects on photosynthesis, nutrient accumulation, and nodulation in glyphosate-resistant soybean. J. Plant Nutri. Soil Sci. 175:

USA erhöhen den Druck in den TTIP Verhandlungen

Veröffentlicht: 12. Mai 2016 von Kurt Walser in Politik, Wirtschaft
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US-Nachsorgeprinzip soll EU-Vorsorgeprinzip ersetzen.

Vor dem Amtszeitende Barrack Obamas erhöht die USA nochmals mächtig den Druck TTIP nach ihren Vorstellungen umzusetzen. Die Nerven der PolitikerInnen liegen blank, weil der Widerstand gegen das Freihandelsabkommen TTIP auf beiden Seiten des Atlantiks wächst und eine Umsetzung nach Amtsantritt des/der neuen Präsidenten/In in den USA mehr als zweifelhaft erscheint. Der US-Agrarminister Vilsack fordert also nicht ohne Grund mehr Schwung in den TTIP-Verhandlungen mit Ergebnissen noch in diesem Jahr. Er wirft Europa vor, die Standards er USA im Bereich GMO’s (gentechnisch veränderten Organismen) nicht anzuerkennen, die seines Erachtens auf wissenschaftlichen Studien basieren. Studien, die vor den Gefahren der GMO’s und Glyphosat warnen, erwähnt er natürlich nicht. Damit nimmt er für die US-Regierung das Recht in Anspruch zu entscheiden was wissenschaftlich ist und was nicht. (Vgl. derStandard.de 2016)

Auch CETA gerät kurz vor seiner Umsetzung durch die Aufklärungskampagnen der NGO’s immer mehr ins Visier der Medien und in die Kritik der Öffentlichkeit. Das führt dazu, dass man seitens der VerhandlerInnen Fehler macht und offen ausspricht, was lange dementiert und verharmlost wurde: Das amerikanische Nachsorgeprinzip soll unser Vorsorgeprinzip ersetzen. (ebd.)

KonsumentInnenschutz in Gefahr

Sind TTIP und CETA erst einmal umgesetzt, wird der Verweis auf die „Wissenschaftlichkeit“ auch der Bekämpfung der Kennzeichnungspflicht dienen. Denn warum sollte die Anwendung des scheinbar „unbedenklichen“ Totalherbizids Glyphosat in der Landwirtschaft durch Produktkennzeichnung kenntlich gemacht werden? Gleiches gilt für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Eine Kennzeichnung, könnte Monsanto argumentieren, würde den Eindruck vermitteln, ihre Produkte wären minderwertiger als konventionell oder biologisch hergestellte Produkte der MitbewerberInnen, die ohne Gentechnik auskommen. Konzernklagen wegen Wettbewerbsnachteil und zukünftig entgangene Gewinne in Millionen-, wenn nicht in Milliardenhöhe, wären die Folge.

Monsanto hat beispielsweise in den USA erfolgreich die Kennzeichnungspflicht des Einsatzes von Posilac verhindern können (vgl. Michael R. Taylor 2015), das in der Milchproduktion zur Steigerung der Erträge eingesetzt wird, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen Nebenwirkungen für die Milchkühe bestätigen. (Vgl. Rinder-Somatotropin 2016)

Das Rinder-Somatotropin (BST von bovine somatotropin) Posilac, auch als Rinder-Wachstumshormon (BGT von bovine growth hormone) bekannt, ist ein gentechnisch verändertes Wachstumshormon, das den natürlichen Abbau von Milchzellen am Höhepunkt der Laktatphase verhindert. Eine Meta-Analyse 2003 bestätigt als Nebenwirkungen für die Kühe: 25 % erhöhte Wahrscheinlichkeit der Milchdrüsenentzündungen mit teilweiser Eiterbildung, eine um 40% verminderte Empfängnisbereitschaft von Kühen während der Behandlung und eine um 55 % höhere Wahrscheinlicht ein gestörtes Gangbild aufzuweisen, das als Lahmheit bezeichnet wird. Der Einsatz von Posilac hat lt. Studien auf die Zusammensetzung der Milch keine Auswirkungen und stellt daher aus deren Sicht keine Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar. (Rinder-Somatotropin 2016)

Produktwahl als Ausdruck persönlicher Wertorientierung

Bei der heutigen Verfügbarkeit von Hintergrundwissen über Produktionsweisen und Geschäftspraktiken weltweit agierender Konzerne kann die Produktwahl nicht länger eine Entscheidung über persönliche Vorlieben, Geschmack oder Nutzen sein. Ob wir wollen oder nicht, es ist immer auch eine Entscheidung über die ethisch-moralische Ausrichtung unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Dabei ist es unerheblich, ob wir uns über die Geschäftspraktiken der Konzerne informieren oder nicht. Das Wissen über Menschenrechtsverletzungen und Umweltschädigungen, Lohndumping und Ausbeutung, Kartellabsprachen und Steuerflucht hat in der Gesellschaft bereits ein Ausmaß angenommen, dass eine auf oberflächlichen Kriterien beruhende Kaufentscheidung schon beinahe einer bewussten Realitätsverweigerung gleichkommt. Die Gründe für dieses Verhalten können allerdings vielfältig sein. Vom Geldmangel bis zur Überforderung durch die Komplexität der Zusammenhänge ist alles möglich.

Eine aussagekräftige Produktkennzeichnung könnte das Kaufverhalten im letzten Moment doch noch zu Gunsten ethisch-moralischen Überlegungen beeinflussen. Verständlich, dass rücksichtlos handelnde Konzerne ein natürliches Interesse an der Schwächung einer ohnehin verbesserungswürdigen Kennzeichnungspflicht haben, die sich am europäischen Vorsorgeprinzip orientiert. Am Beispiel von Posilac wird deutlich, dass auch abseits des Vorsorgegedankens für die eigene Bevölkerung eine Kennzeichnung Sinn macht. Nämlich aus Rücksicht gegenüber der Natur, den Tieren und allen Menschen dieser Erde, die ebenfalls von negativen Auswirkungen der Produktionsprozesse oder den Produkten betroffen sein können.

Freihandel ist nur ein Modell

Die Verhinderung von Produktinformationen zeigt die ganze Verlogenheit einer neoliberalen Wirtschaftsordnung, die gebetsmühlenartig den Wohlstand für alle verkündet, wenn nur das große Ziel „der total freie Markt“ verwirklicht ist. Frei von Handelshemmnissen und ohne staatliche Eingriffe soll sich der Markt, wie von unsichtbarer Hand gesteuert, von selbst regeln. Die KonsumentInnen entscheiden mit ihrem Kaufverhalten über Erfolg und Misserfolg eines Produktes/einer Firma. Die Nachfrage regelt den Markt.

Schon beim Lesen dieser Aussagen kommt man ins Zweifeln, ob das alles stimmen kann. Und in der Tat widerspricht es in mehrfacher Hinsicht der Realität.

  • Es gibt kein Naturgesetz, dem der Markt gehorcht. Er gehorcht Regeln, die von Menschen erstellt wurden.
  • Der Markt und der Handel kennt keine Moral. Es ist daher die Pflicht der Politik die Werte unserer Gesellschaft in Gesetzen zu verankern, die einen ethisch-moralischen Handlungsrahmen vorgeben. Wie unmoralisch sich Konzerne in Staaten verhalten, in denen solche Regelungen fehlen, ist allgemein bekannt. Fehlende ArbeitnehmerInnen Rechte, sowie fehlende Umwelt- und Gesundheitsstandards (nichttarifäre Handelshemmnisse) sind der Grund für die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland, um Kosten zu sparen.
  • Die Idee des Freihandels entspringt einem längst widerlegten Modell der Neoklassik. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die Tatsache, dass dieses Modell von Annahmen ausgeht, die auf dem realen Markt nicht existieren (Gleichgewichtsmodell) (Vgl. Flassbeck 2014, S. 3)
  • Die neoliberalen Wirtschaftskräfte fordern einen total freien Markt ohne staatliche Eingriffe. Der Globalisierungsprozess, den die Wirtschaft mit den Freihandelsabkommen vorantreiben will, wird aber vom Regulierungswahn der Wirtschaft und der Großkonzerne begleitet. CETA, das Freihandelsabkommen mit Kanada, umfasst immerhin 1.600 Seiten Vertragswerk. (EU-Commission 2015a, 2015b) Es soll den Freihandel vor Verbraucher- und Umweltschutzbestimmungen, Sozialstandards und anderen lästigen, weil gewinnmindernden, Verpflichtungen befreien und schützen.
  • Nicht einmal die Hochburgen des neoliberalen Kapitalismus, die Banken, halten sich an ihr Modell des Marktes ohne staatliche Einmischung. Sie haben keine Skrupel sich einerseits gegen jede Form der staatlichen Regulierung zu wehren und andererseits Finanzspritzen in Milliardenhöhe in Anspruch zu nehmen, wenn sie sich verspekulieren. Die Freiheit Boni Zahlungen und Abfindungen in Millionenhöhe zu zahlen während sie MitarbeiterInnen kündigen bleibt davon unberührt.

 

Auch die größere Auswahl an Qualitätsprodukten zu erschwinglichen Preisen ist wohl kaum das eigentliche Ziel der Freihandelspolitik, sondern die endgültige Aufteilung der Macht auf wenige global agierende Konzerne wie beispielsweise Monsanto. Das Märchen vom „total freien und uneingeschränkten Markt, der allen Wohlstand bringt“ (David Richardo) dient als Vehikel, genau das zu erreichen, was der freie Wettbewerb eigentlich verhindern sollte: die Monopolstellung von Marktführern, ausgestattet mit einer „relativen Unabhängigkeit“ in der Preisgestaltung. Relativ unabhängig deshalb, weil um den Schein des freien Wettbewerbs zu wahren ein paar Marktführer in den jeweiligen Branchen Preisabsprachen treffen. Urteile des Kartellobergerichts bestätigen das immer wieder. An dieser Stelle macht es Sinn sich in Erinnerung zu rufen, dass Konzerne keine Machtphantasien haben. Es sind Menschen, die solche Interessen verfolgen und hinter den Konzernen stehen. Eine abgehobene, mit Macht ausgestattete Elite, deren LobbyistInnen schon lange die Fäden in der Politik ziehen. Als wache und kritische BürgerInnen sollten wir beginnen Fragen zu stellen. Zum Beispiel, wie die Interessen globaler Konzerne so große Bedeutung in der Politik bekommen konnten.

USA brauchen ein ambitioniertes TTIP

Der bloße Abbau tarifärer Handelshemmnisse, ein „Freihandelsabkommen light“ sozusagen, kann die in Aussicht gestellten BIP-Zuwächse nicht annähernd erfüllen. (Vgl. Bode ; Scheytt 2015, S. 55) Vermutlich ist das der Grund, warum sich die USA mit der „Light-Variante“ nicht zufrieden geben können. (Vgl. Garcia 2016) Wie der Ökonom Flassbeck zu bedenken gibt wird man die Erfolge beim Produktivitätswachstum mit einem Freihandelsabkommen TTIP an der dritten Stelle hinter dem Komma ablesen müssen, da es schon so viel Freihandel gibt zwischen Europa und den USA gibt. (Vgl. Flassbeck 2014, S. 2) Warum dann dieser ganze Aufwand, werden sich einige fragen. Heiner Flassbeck stellt dazu folgende Überlegungen an:

Wenn die USA zur Überzeugung gelangt ist, dass sie nur mit Europa gemeinsam dem aufstrebenden China Paroli bieten und Russland isolieren können und nur sie in diesem Bündnis jederzeit politisch und militärisch handlungsfähig sind, könnte TTIP der USA zur Sicherung ihrer Hegemonialfunktion dienen. Europa wäre dann in der Regel gezwungen dem starken Partner zu folgen. (ebd. S.4)

Der US-Handelsbeauftragte Michael Froman bestätigte durch seine Aussagen im April dieses Jahres die Überlegungen Flassbecks. (Vgl. Garcia 2016) Darüber nachzudenken mit wem wir uns auf ein so enges Bündnis einlassen würden, ist jedenfalls nicht unbedeutend. Ein Blick auf den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf scheint in diesem Zusammenhang durchaus angebracht und dürfte einige ins Grübeln bringen. Auch wenn Donald Trump nicht der nächste amerikanische Präsident wird, dieses Bündnis dauert länger als eine Präsidentschaft.

Die USA hat in den letzten Jahrzehnten riesige Handelsbilanzdefizite im Handel mit China und Europa hinnehmen müssen. Deshalb ist die Strategie hinter dem Freihandelsabkommen aus Sicht der USA klar und verständlich: Endlich Handelsbilanzüberschüsse zu erwirtschaften. (ebd., S. 2) Das geht allerdings nur, wenn es zu einem ambitionierten Freihandelsabkommen mit dem Abbau möglichst aller Handelshemmnisse kommt und Europa diesmal das Defizit hinnimmt. Die amerikanische Massenproduktion in der Landwirtschaft spielt dabei eine große Rolle, weshalb der Druck auf den KonsumentInnen- und Umweltschutz entgegen aller Beteuerungen der Handelskommissarin Cäcilia Malmström enorm groß ist. Die neuesten Enthüllungen über die geheimen TTIP-Verhandlungen bestätigen wieder einmal die Befürchtungen der Freihandels-KritikerInnen. (Vgl. dpa/red 2016)

Nicht von CETA ablenken lassen

Wenn wir uns allerdings durch die TTIP-Verhandlungen von CETA ablenken lassen, haben wir etwas Wichtiges übersehen. US-Konzerne können über Niederlassungen in Kanada den europäischen Markt beliefern und so ihre Standards in Europa durchsetzen. Also sollten wir uns unbedingt auch dem Freihandelsabkommen CETA widmen, das schon vor der Ratifizierung umgesetzt werden soll.

 

Literaturliste

Bode, Thilo ; Scheytt, Stefan (2015): Die Freihandelslüge: warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet. 3. Aufl. München: Dt. Verl.-Anst.

derStandard.de (2016): US-Minister: Zeit für TTIP wird knapp, Genmais soll nach Europa. derStandard.at. Online im Internet: http://derstandard.at/2000034244943/US-Minister-Zeit-fuer-TTIP-wird-knapp-Genmais-soll-nach (Zugriff am: 03.05.2016).

dpa/red (2016): TTIP-Leak – Greenpeace: USA wollen Umwelt- und Verbraucherschutz aushöhlen. vol.at. Online im Internet: http://www.vol.at/ttip-leak—greenpeace-usa-wollen-umwelt–und-verbraucherschutz-aushoehlen/4709151 (Zugriff am: 04.05.2016).

EU-Commission (2015a):  Konsolidierte Fassung aller mit Kanada vereinbarten Kapitel, Anhänge und Erklärungen EU-Commissiono. J.

EU-Commission (2015b): Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen EU-Kanada (CETA) – Trade – European Commission. Online im Internet: http://ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/ceta/index_de.htm (Zugriff am: 03.05.2016).

Flassbeck, Heiner (2014): TTIP, Freihandel und wirtschaftliche Entwicklung. Friedrich Ebert Stiftung. Online im Internet: http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/11125.pdf (Zugriff am: 11.03.2016).

Garcia, Marco (2016): US-Handelsbeauftragter – USA wollen kein TTIP-Light. Reuters Deutschland. Online im Internet: http://de.reuters.com/article/europa-usa-ttip-idDEKCN0XJ0HV (Zugriff am: 04.05.2016).

Michael R. Taylor (2015):  Michael R. Taylor Wikipedia o. J.

Rinder-Somatotropin (2016):  Rinder-Somatotropin Wikipedia o. J.

Galerie  —  Veröffentlicht: 24. April 2016 von gadget1886 in Demo

Das war der MAM 2015

Veröffentlicht: 6. April 2016 von Kurt Walser in Demo
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Was geht TTIP die Ärzte an?

Veröffentlicht: 14. März 2016 von Kurt Walser in Uncategorized

 Auch die Ärzte werden immer hellhöriger, wenn es um TTIP & Co geht. Dass die Pharmaindustrie in TTIP Chancen und Erleichterungen sieht, wundert wohl keinen.

Univ.-Prof. Dr. Markus Metka, OA  an der Universitätsfrauenklinik in Wien, beschäftigt sich schon länger mit den möglichen Auswirkungen von TTIP auf die Gesundheit und versucht auch seine Kollegen von der Bedeutung des Themas zu überzeugen. Aufmerksam geworden ist er, wie er offen zugibt, durch seine ernährungsmedizinische Beratertätigkeit für den Handelskonzern Spar. Dieser lobbyiert etwa mit einem „Manifest zur Erhaltung der österreichischen Qualitätslandwirtschaft“ gegen TTIP. Metka selbst sieht es als „ärztliche Pflicht“, sich mit den Auswirkungen von TTIP auf die Gesundheit auseinanderzusetzen. Er sieht vor allem in der Angleichung der Standards bei Lebensmitteln und in der Landwirtschaft eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Dem „American Way of Life“ sollten nicht Tür und Tor geöffnet werden. Die US-­Lebensmittelindustrie würde etwa die in Verruf geratene Fruktose viel mehr einsetzen als die europäische…

Quelle: Was geht TTIP die Ärzte an? | Plattform für Ärzte und Apotheker | medONLINE.at

Protest gegen Monsanto: Straftatbestand „Ökomord“ – taz.de

Veröffentlicht: 3. März 2016 von Kurt Walser in Monsanto
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 Dass Monsanto wissentlich die Natur schädigt, soll künftig in der internationale Rechtsprechung einen Straftatbestand darstellen.  Eigentlich gibt es juristisch gesehen den Begriff „Ökozid“ noch gar nicht. Genau auf diese Lücke möchte die NGO „Monsanto Tribunal“ mit der auf „vorsätzlichen Mord an Ökosystemen“ lautenden Klage in Den Haag hinweisen.

MitstreiterInnen und AnklägerInnen sind:

  • Vandana Shiva Wissenschaftlerin und soziale Aktivistin
  • Corinne Lepage ist seit 1975 Anwältin spezialisiert auf Umweltfragen
  • Marie-Monique Robin ist Journalistin, Regisseurin und Schriftstellerin
  • Olivier De Schutter ist Professor an der Universität von Leuven, Mitglied des Ausschusses der Vereinten Nationen
  • Gilles-Éric Séralini ist seit 1991 Professor für Molekularbiologie und Forscher
  • Hans Rudolf Herren ist der Gründer und Präsident von BioVision und Präsident und CEO des Millennium Institute
  • Arnaud Apoteker hat an zahlreichen Kampagnen von Greenpeace mitgearbeitet
  • Valerie Cabanes ist Anwältin für Internationales Recht mit Spezialität humanitären Völkerrechts und internationalen Rechts der Menschenrechte
  • Ronnie Cummins ist Direktor der zwei Millionen Mitglieder starken Organic Consumers Association in den Vereinigten Staaten
  • André Leu ist Autor des preisgekrönten Buches The Myths of Safe Pesticides (Der Mythos der sicheren Pestizide) und Präsident der IFOAM (Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen)
  • und weitere Personen
  • Unterstützt wird das „Monsanto Tribunal“ auch von etlichen Organisationen.

Die auf 500.000 € geschätzten Kosten sollen von der internationalen Zivilgesellschaft getragen und über Crowdfunding gesammelt werden.

Kurt Walser

 

Die NGO „Monsanto Tribunal“ will dem US-Konzern 2016 in Den Haag den Prozess machen. Noch ist das Gericht nur symbolisch – aber das soll sich ändern.

Quellen:

Protest gegen Monsanto: Straftatbestand „Ökomord“ – taz.de

http://www.monsanto-tribunald.org/home/crowdfunding/

Weitere Links:

http://www.biovision.ch/aktuelles/monsanto-tribunal-angekuendigt

 

 

 

Route für den „MAM am 21. Mai 2016“ in Bregenz

Veröffentlicht: 1. März 2016 von Kurt Walser in CETA, Demo, Fracking, Freihandelsabkommen, Gentechnik
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Wie schon in den Vorjahren, demonstrieren wir beim „March Against Monsanto“
für ein Europa:

  • Ohne TTIP, CETA, TiSA
  • Ohne GMO’s
  • Ohne Fracking
  • Mit klugen, nachhaltigen und alternativen Konzepten für die Wirtschaft
  • Mit sozialer Verantwortung auch für kommende Generationen (Enkeltauglichkeit)

Route MAM 2016 neu

 

Sammelplatz ist der Bahnhof Bregenz. Sollte aufgrund von Umbauarbeiten (Seestadt Bregenz) der Sammelplatz verlegt werden, stehen Hinweisschilder und/oder OrdnerInnen am Bahnhof, die den Weg weisen.

Eintreffen am Sammelplatz ab 13:30 Uhr mit Musik und Unterhaltung. Um 14:15 Uhr gehen wir los. Von 13:30 – 14:15 Uhr kommen 5 Züge aus dem Oberland am Bahnhof Bregenz an. Verwenden Sie bitte nicht alle den letzten Zug. Die ÖBB ist zwar informiert und wird die Zuggarnituren hoffentlich erweitern. Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass viele BürgerInnen nicht zur Demo kommen konnten, weil die Züge überfüllt waren.

Denken Sie daran: Es kommt auf Sie alle an. Jeder/e zählt und hilft sichtbar zu machen, dass wir viele sind, die…

  • Für ein besseres Leben für Alle
  • Ohne GMO’s, ohne Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA, TISA, TRIPS und
  • Ohne Fracking

…demonstrieren. Wir fordern:

  • Ein klares Bekenntnis der Politik zu einer nachhaltigen, ressourcen- und umweltschonenden Wirtschaft, 
  • Den politischen Ungehorsam, sollten Freihandelsabkommen nach dem Modell TTIP, CETA etc. von der EU gegen den Willen und die Interessen der EU-BürgerInnen umgesetzt werden. (Beispiel Freihandelsabkommen mit Vietnam)

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Kurt Walser

 

Kriminalität: Unser Sexmob | ZEIT ONLINE

Veröffentlicht: 16. Januar 2016 von Kurt Walser in Politik
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Thomas Fischer ist Bundesrichter in Karlsruhe und hat einen unverstellten Blich auf die Ereignisse in Köln. Er lenkt den Blick vom Einzelereignis auf die Gesellschaft.

Kurt Walser

Deutschland bekämpft wieder jemanden: Männer, die Frauen belästigen. Die kann der Deutsche nicht ausstehen. Da kennt er keine Parteien mehr. Die Rechtskolumne

Quelle: Kriminalität: Unser Sexmob | ZEIT ONLINE

Krebsgefahr: Glyphosat-Produkte verschwinden aus deutschen Geschäften | DEUTSCHE GESUNDHEITS NACHRICHTEN.

Es gibt immer wieder auch Teilerfolge!